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Worldcup Ibiza 5. - 14.10.01 / Plätze 7 und 8

UWW 10.01

Vor einem Jahr sah es im Lager der deutschen Apnoe - Mannschaft in Nizza wesentlich fröhlicher und begeisterter aus, die unerwartet gute, fast spektakuläre Platzierung auf Rang 3 sprach für sich. Mit neuen Sponsoren und neuen Namen in der Mannschaft ging es diesmal auf die herbstliche Insel Ibiza. Doch das Treppchensteigen fiel dieses Jahr aus und man konnte nicht sagen, dass man eine Platzierung nur ganz knapp verfehlt hätte.

Mit Teamchef Sven Penszuk kamen Maike Münster, Kerstin Mattes, Stephanie Ortlepp und Ute Geßmann bei den Damen und Curt Teichgräber, Hubert Meier und Sebastian Schulz bei den Herren zum Wettbewerb.

Souverän bestritt die Mannschaft Italiens dieses Jahr den Wettkampf, bei dem wieder Umberto Pelizzari mit an den Start ging. Mit 73 Metern setzte Umberto ein sicheres Zeichen, zweimal 70 Meter brachten auch die Teamkollegen in die Wertung mit ein. Auch beim statischen Tauchen wurden gute Zeiten erzielt, insgesamt ein verdienter erster Platz für die Herren, dem die Damen noch einen dritten Platz hinzufügten.

Wie erwartet mischten auch Frankreichs Herren ganz vorne mit und kamen mit zweimal 64 und einmal 72 Metern sowie guten statischen Ergebnissen sicher auf Platz 2. Für eine Überraschung sorgten die Schweden, die sich den dritten Platz bei den Herren sicherten.

Diese Platzierung wurde den Sportlern aus dem kühlen Norden von der deutsche Apnoe - Mannschaft “fast geschenkt”, die auf dem 7. Platz landete. Kein anderes Team hatte sich bei den Wertungen im statischen Tauchen so gut bewährt, wie die Deutschen. Hubert Maier erzielte dabei die Höchstpunktzahl von 70, Sebastian Schulz kam auf 60,5, Curt Teichgräber auf 61 Punkte. Das hätte für einen Spitzenplatz des Teams gereicht, hätten sich beim konstanten Tauchgang Hubert Maier und Sebastian Schulz nicht Fehlversuche geleistet, die keine Punkte einbrachten. Nur Curt Teichgräber brachte zunächst seine 62 Meter gut nach Hause. Die, wie verlautete, schlechte Koordination des Wettbewerbs, trug auch ihr Schärflein bei, dass nicht alle Athleten ihre Chancen wahren konnten. So mußte unter anderem schon 4 Tage vor dem Tieftauch - Event die angestrebte Tiefe gemeldet werden, objektiv zu früh um hier optimal zu setzen. Und siehe da, nachdem die Veranstalter - lange nach Ende des Events - die endgültigen Ergebnisse veröffentlichten, war der nicht gewertete Veruch von Sebastian Schulz doch gültig und brachte die Deutschen Herren um 7 Ränge nach vorne. Diese Entscheidung kam spät, bestätigte letztlich aber nur die allgemeine Meinung der Beobachter unmittelbar am Austragungsort.

Beachtliche Spitzenleistungen bei den Tauchgängen zeigte u.a. der Grieche Manolis Giankos, der 81 m tief ging und so dem Team den beachtlichen Platz 4 ermöglichte. Uneinholbar war wieder einmal das Naturtalent aus Österreich, Herbert Nitsch. Mit sage und schreibe 86 Metern punktete er für Austria, dafür ging ihm beim statischen Wettbewerb die Luft aus, da gab es keine Punkte. Hätten er und Christian Redl, er patzte beim Tauchgang, Ergebnisse gebracht, dann hätten die Österreich sogar gute Chancen gehabt das Team Deutschlands zu überholen.

Im Mittelfeld, auf Platz 8 von 16 gestarteten Mannschaften, etablierten sich die Damen, die im Training erstmals alle im statischen Tauchen sicher über 5 Minuten kamen. Ausgerechnet Kerstin Mattes patzte aber dann beim statischen Wettbewerb. Dafür tauchte sie 46 m tief, Stephanie Ortlepp sogar 48 m, Maike Münster schliesslich 31 m. Mit 222 Gesamtpunkten hatten sie nur 0,5 Punkte Abstand zu Finnland auf Platz 7 bzw. 29,5 Punkte auf Platz 3, den die Italienerinnen erkämpft hatten. Platz 1 nahmen dieses Jahr die Kanadierinnen ein, die Damen aus USA belegten Platz 2.

Bis zum nächsten Worldcup ist nun neben ausführlichen Trainingseinheiten auch ein gewisser moralischer Aufbau der Mannschaft notwendig, die durchaus das Zeug hätte unter den ersten drei platziert zu werden. Sicherlich steht man unter persönlichem Druck, zählt man zum engen Kreis der führenden Mannschaften. Neben statisch und konstant muss nun zusätzlich noch Stressabbau trainiert werden, dann klappts auch wieder mit dem Treppchensteigen.