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Um zu schönen Erinnerungsfotos beim Schnorcheln, aber auch bei Gerätetauchgängen zu kommen, muss nicht gleich ein teures Kamerasystem angeschafft werden. Mehr und mehr kommen kostengünstige Sets in die Tauchshops, die nicht nur für den Einstieg in die UW-Fotografie genügen. Bis 50 Meter Tauchtiefe ist die Bonica Snapper mit dabei.
Bei der Bonica Snapper, vertrieben von ewa-marine, handelt es sich um ein transparentes Plexiglasgehäuse für eine einfache, mit Fixfokus operierende Kompaktkamera. Der Einsatzbereich der Kamera ist ohne weiteres Zubehör für einen Entfernungsbereich von 1,2 m bis Unendlich ausgelegt. Dass dieser Einstellbereich für den Unterwassereinsatz nicht ideal ist, gefiel ewa-marine auch nicht. Daher wurde ein Unterwasser-Kamera-Set zusammengestellt, das die Kamera und alle nützlichen und notwendigen Zubehörteile in einem praktischen Transportkoffer enthält. In diesem Koffer finden sich ein Nahaufnahmesatz für Aufnahmen ab 25 cm, dazu einem Bildrahmen - ähnlich der Nikonos Makro Zwischenringe - sowie ein UW-Zusatz-Blitzgerät mit Blitzarm. Das ganze ist zu einem Preis von DM 1098,- vornehmlich in Tauchshops zu erhalten.
Die Bonica Snapper ohne Nahaufnahmezusatz zu nutzen lohnt sich nur für wirklich große Motive. Bei einem erforderlichen Mindestabstand zum Motiv von 1,2 m in Verbindung des 34 mm Weitwinkelobjektivs ergibt sich dadurch ein weites Bildfeld. Das kann von dem UW-Zusatz-Blitzgerät ausgeleuchtet werden, jedoch, wie unser Kacheltestbild zeigt, hatten auch wir etwas Schwierigkeiten mit der richtigen Positionierung des Blitzes. Hier sollte man sich also ein, zwei Testfilme gönnen um das richtige Feeling dazu zu bekommen.
Die Kachelwände des Indoor Diving Centers waren auch bei der technischen Überprüfung der anderen Eigenschaften der Kamera wieder absolut unbestechlich. Es stellte sich heraus, dass die optische Qualität der einfachen Kompaktkamera zu Krümmungen der Kachelfugen führte. Wie aber aus dem Praxistest zu erkennen ist, macht sich das nicht deutlich bemerkbar. Der schiefe Horizont war uns dann aber doch unangenehm. Bereits vor dem Test im Schwimmbecken, hatten wir bemerkt, dass sich die Kamera während des Auslösevorgangs im Gehäuse bewegt. Wir gehen jedoch davon aus, dass es sich um einen Mangel speziell an unserem Testgerät handelte.
Sehr überzeugen konnte der Nahaufnahmevorsatz. Hiermit konnten wir wirklich gute Bildergebnisse erzielen. In Verbindung mit ISO 200 oder 400 Filmen lassen sich zu einem recht akzeptablen Preis wirklich interessante Urlaubserinnerungen mit nach Hause nehmen.
Nicht uneingeschränkt positiv stehen wir zu dem Dichtungskonzept der eingeklebten Silikondichtung. Diese birgt doch eine Menge Fehlermöglichkeiten, von unsauberer Montage (werkseitig) bis zur nicht restlos zu reinigenden Dichtung (Anwender). Einen lose einzulegenden O-Ring für diese Quetschdichtung halten wir für eine bessere Lösung. Was man tunlichst bei dieser Dichtung unterlassen sollte ist die Fettung mit Silikonfett. Damit würde sich der Querschnitt der Dichtung auf Dauer erweitern.
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Technische Daten
Durchsichtiges robustes Kunststoffgehäuse mit fest eingeklebten Silikondichtring Kamera mit Fixfokus 34 mm Objektiv (Entfernung ab 1,2 m) Automatischer Filmtransport Filme mit DX Code ISO 100, 200, 400 verwendbar Automatische Blitzzuschaltung Nahaufnahmezusatz mit Nahlinse und Entfernungsrahmen sowie Blitzlicht-Difusor UW-Zusatzblitzgerät mit Blitzarm Einsatztiefe maximal: 50 Meter Preis ca. Euro 561,39 (Stand 1/00)
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