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ÜBERLEBENSTRAINING Das wichtigste Teil der Grundausrüstung wird häufig sträflich vernach- lässigt. Naß irgendwo in der Tauchtasche untergebracht, achtlos mal eben nach dem Schnorcheln im Sand liegend von der Sonne gebraten, jedem, der sie sich ausleihen möchte großzügig überlassen, so würde man keinen Hund behandeln. Hat das gute Stück dann Verfärbungen, sitzt es nicht mehr dicht oder hat der Rahmen einen Sprung, dann ist immer die schlechte Qualität des Produkts daran die Schuld. UnterWasserWelt hat dieses Programm zusammengestellt, das das Überleben der Maske langfristig sichert.
Am eindrucksvollsten hat das bekannte Unterwasser - Model Brigitte Nurscher aus Wien die persönliche Einstellung zu ihrer Tauchermaske beschrieben: ”Am liebsten würde ich sie nach den Tauchgängen in einem Safe einsperren”. Damit meint denkt sie nicht über den materiellen Wert nach. Vielmehr steht zur Debatte, das die Suche nach einer besonders geeigneten Modelmaske sich über Jahre hinziehen kann und ist dann das gute Stück endlich gefunden, wird es nicht mehr produziert. Das von ihr heißgeliebte Stück, mit dem sie weltweit in allen möglichen Magazinen, Büchern und Katalogen abgebildet ist, stammt aus dem Hause Scubapro und ist heute nurmehr in Einzelstücken in USA - mit viel Glück - zu finden.
KAUF Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl und der Anprobe. Gehen Sie keine Kompromisse ein bei der Paßform oder dem Design. Eine Maske ist ein so persönliches Ausrüstungsteil, daß es in allen Details Ihren Vorstellungen entsprechen muß. Hat der Händler Ihrer Wal kein Modell, das Ihnen rund- um zusagt, nehmen Sie sich die Zeit auch noch anderen Shops einen Besuch abzustatten. Lassen Sie sich auch als Beginner nichts empfehlen, was Ihnen nicht gefällt.
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AUSFÜHRUNG Wählen Sie eine Einglas - Maske, da diese generell ein größeres Sichtfeld haben. Brillenträger, die korrigierte Gläser benötigen, entscheiden sich für Zweiglasmasken. Für Models sind durchweg Einglas-Masken mit transparentem Silikonkörper die bessere Wahl. Das Gesicht ist deutlicher zu sehen und es kann von allen Seiten Licht einwirken - zur Freude von Filmern und Fotografen. Wollen Sie selber fotografieren oder filmen, greifen Sie zu Masken mit dunklem Körper. Die meisten Anbie- ter haben entsprechende Varianten im Sortiment. Der dunkle Körper schattet seitlich einfallendes Licht ab und es werden so störende Reflexionen in den Suchern und auf den LCD - Monitoren der Kameras vermie- den. Sind Sie Brillenträger, müssen Sie schon aus Gründen der eigenen Sicherheit korrigierte Gläser in einer Zweiglas-Maske einsetzen lassen. Hier sind unter Kurzsichtigkeit leidende Taucher, die nur einer einfachen Korrektur der Sehschärfe, ohne Astigmatismus und Zylinderverschiebung, unterliegen, zum Teil durch vorgefertigte Gläser der Maskenhersteller zu bedienen. Bis zu -3 Dioptrie, in der Regel in Schritten von 1 Dioptrie, werden angeboten. Besser aber auch hier ist die Anpassung einer korrigierten Maske beim ent- sprechend ausgebildeten Optikermeister, der auch den Weitsichtigen zum scharfen Bild unter Wasser ver- hilft. Wer also eine Korrektur im Plusbereich benötigt, hat auch bei geringen Glasstärken mangels Angebot keine große Auswahl in bestehenden Sortimenten. Teurer und aufwendiger sind Masken mit 4 oder 6 Fenstern. Sie erweitern vor allem den Blickwinkel zur Seite und gegebebenfalls auch nach unten (ESA von Mares). Diese Art von Masken ist für den Anwender etwas gewöhnungsbedürftig, da die Szenerie in den seitlichen Fenstern nicht nahtlos mit dem Geschehen im Front- glas verschmilzt. Das liegt an der starken optischen Brechung des Wassers und dem Rahmensegment, das die Gläser teilt. Für die Modelfotografie sind diese Masken weniger geeignet.
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KONTROLLEN Achten Sie auch immer auf geringes Innenvolumen der Masken, denn so wird der interne Druckausgleich im Maskenraum erleichtert, geflutete Masken lassen sich einfacher ausblasen. Testen Sie auch die Erreichbarkeit des Nasenerkers, klappt der Druckausgleich? Ist der Nasenerker zu kurz oder zu lang? Bei zu kurzem Nasenerker drückt die Maske an dieser Stelle beim Tauchgang nach einiger Zeit unangenehm, ist der Nasenerker zu lang, gibt es Probleme mit den Fingern zum Druckausgleich die Nase dicht zu bekommen. Läßt sich das Kopfband schnell und sicher anpassen, auch bei aufgesetzter Maske? Gibt das Kopfband der Maske genügend Halt, ist das Band im Nackenbereich geteilt um einen festen Sitz sicherzustellen? Sind die Schnallen und das Kopfband so ausgelegt, daß das Band nicht einfach aus der Halterung herausgleiten kann? Paßt die Maske zu meiner Gesichtsform, schließt sie dicht ohne unangenehm zu drücken? Halten Sie dazu die Maske ans Gesicht und atmen Sie durch die Nase ein. Eine für Sie geeignete Maske haftet dann allein durch den entstandenen Unterdruck an Ihrem Gesicht. Hält die Maske auch weiter, ohne daß Sie ständig Luft durch die Nase “ansaugen” müssen, kommt dieses Modell in die engere Wahl. Beschlägt die Maske schon bei der Anprobe, ist das noch lange kein Anzeichen dafür, daß ständig mit dem Anlaufen des Glases gerechnet werden muß. Dieser Faktor ist beim “Trockentest” nicht mit ausreichender Sicherheit zu analysieren.
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LAGERUNG und TRANSPORT Immer in einer Box und lichtgeschützt aufbewahren und transportieren Vor und nach dem Tauchgang im Schatten an einem sandfreien Ort lagern, gegebenenfalls mit Süßwasser kräftig spülen; Nach dem Tauchgang außerhalb der Box im Schatten trocknen lassen; Nur trockene Masken in der Tauchpause einlagern; Maske nicht mit Gummiteilen in Berührung bringen;
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Maske ohne Box im Tauchgepäck transportieren, BRUCHGEFAHR; Maske im Sand und in der Sonne lagern; Maske mit Gummiteilen (Fußteil der Flossen) zusammen lagern (Verfärbung); Maske nach Salzwassereinsatz ungespült lagern; Maske mit Essig/Essigsäuren in Verbindung bringen (löst Silikon an oder auf); Optische Masken in der Sonne liegen lassen - BRANDGEFAHR (Brennglas);
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SCHNORCHELN und TAUCHEN Vor den ersten Einsätzen fabrikneuer Silikonmasken empfiehlt es sich den Belag ausge- dampfter Produktionsrückstände von der Innenseite des Glases vorsichtig mechanisch zu entfernen. Am besten bewährt hat sich das Auftragen von Zahnpasta, die man an- trocknen läßt. Danach entfernt man die angetrocknete Paste mit einer Bürste. Mit die- ser Prozedur wird der unsichtbare Film aus Silikon und Lösungsmitteln abgerieben. Das ist als Vorbereitung meist wirkungsvoller, als das ausgiebige Waschen mit einschlägigen Geschirrspülmitteln. Unmittelbar vor jedem Gebrauch sollten 2-3 Tropfen eines Antibeschlagmittel auf der gesamten Glasfläche verteilt und wieder ausgespült werden. So vorbereitet darf kein Maskenglas mehr anlaufen.
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Masken werfen - BRUCHGEFAHR; Verzicht auf vorbereitende Grundreinigung neuer Masken; Nahe Flasche und Blei lagern - BRUCHGEFAHR; Im Wasser auf die Stirn schieben - VERLUSTGEFAHR (besser mit dem Maskenband um den Hals hängen); Ins Wasser springen, ohne die Maske mit einer Hand zu sichern - VERLUSTGEFAHR; Maske oft verleihen - die formenden Einflüsse unterschiedlicher Gesichtspartien können den Maskenkörper langfristig beeinflussen, sie sitzt nicht mehr dicht;
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PFLEGE
Im Grunde sind Masken pflegeleicht, hält man sich an die Tips, die ihr langfristiges Über- leben schon beim Transport, der Lagerung und beim Einsatz sichern. Wie in der Schönheitspflege.... “an meine Haut lasse ich nur Wasser und Seife”.... Das genügt auch der teuersten Maske. Keine scharfen Reinigungsmittel verwenden oder gar spitze und scharfe Werkzeuge, um an schwer zugänglichen Stellen Ablagerungen zu entfernen. Unter Umständen kann die Maske auch in ihre wenigen Bestandteile zerlegt werden, um eine Generalreinigung vorzunehmen. Ist ihnen nicht klar, wie sie das gute Stück fachgerecht zerlegen können, fragen sie ihren Händler. Er zeigt es ihnen sicherlich gerne, nehmen sie ihm doch kein Servicegeschäft weg. Maskenpflege gehört nicht zum Werkstattangebot des Tauchsporthandels, in diesen Preislagen verkauft man lieber eine neue Maske. Anders bei optischen Masken, die werden gegen Kostenaufwand in den Optik - Fachgeschäften gerne gereinigt.
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ALLERGIE Kaum zu glauben, aber der Werkstoff Silikon, der in so vielen Bereichen des täglichen Lebens nicht mehr wegzudenken ist und auch im Tauchsport herkömmlichen Gummi im Maskenbau fast völlig verdrängte, Silikon kann allergische Reaktionen auslösen. Möglicherweise liegt das an den gerade bei neuen Masken ausdampfenden Produktions- rückständen. Entsprechend sensibilisierte Allergiker müssen dann zu einem silikonfreien Produkt greifen, das aus Gummi oder einem Gummiersatzstof gefertigt ist (auch bei Mundstücken der Schnorchel und Automaten). Hier muß beim Fachhandel ein entsprechendes Produkt geordert werden, und wie richtig vermutet wird, die Auswahl ist hier besonders üppig.
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