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by UWW 4.03

Die komfortabelsten Tauchcomputer sind zweifelsfrei jene, die auch den Atemgasvorrat anzeigen und in die aktuelle Tauchgangberechnungen mit einbeziehen. Alle für einen Tauchgang relevanten Daten werden so auf einem Display zusammengeführt und können gemeinsam abgelesen werden. Der PRO PLUS 2 von Oceanic informiert rundum – vor, während und nach dem Tauchgang und bietet eine Reihe nützlicher Features für die Planung und Durchführung von Abstiegen mit Pressluft oder Nitrox.

Muss ein neuer Tauchcomputer überhaupt auch Nitrox – Gemische berücksichtigen? So oder ähnlich dürfte manch Verhandlung im Tauchshop ablaufen. Mit Blick auf die international immer häufiger angebotene Möglichkeit mit Nitrox (ohne Aufpreis) zu tauchen (siehe dazu die UWW – Reportage NITROX) wäre es sicher vorteilhaft den eigenen Tauchgangrechner nicht nur auf der Grundlage von Pressluftatmung einsetzen zu können. Sicher, Nitrox kann mit einem Rechner, der nur die Sättigung von Pressluft verarbeitet, verwendet werden, es geht aber der Vorteil verloren die verlängerten Nullzeiten von Nitrox nutzen zu können. 
Verdeutlicht man sich einmal alle positiven Eigenschaften von Nitrox, so kann es durchaus sein, dass man beim nächsten Tauchurlaub einen Nitroxkurs (Dauer 2 Nachmittage nach dem Verband NRC) absolviert und der Oceanic PRO PLUS 2 zeigt dann alle seine Stärken.

PRO PLUS 2 statt Finimeter

Genial ist immer wieder mit Computern zu tauchen, die alle notwendigen Daten inklusive des Flaschendrucks anzeigen. So ein Alleskönner ist der PRO PLUS 2, der statt eines Finimeters am Hochdruckabgang der ersten Stufe angeschlossen wird. Auf den ersten Blick ist es vielleicht gewöhnungsbedürftig, dass der Tauchgangrechner nicht am Handgelenk getragen wird, doch das hat auch seine Vorteile. So kann zum einen das Display größer ausfallen, was die Ablesbarkeit der Daten erleichtert, zum anderen ist in Kombination mit dem optional an der Computerkonsole zu befestigenden Kompass ein komplexes Instrument verfügbar, das alle unter Wasser notwendigen Informationen zusammenführt. Dabei verfügt der Computer selbst über eine Displaybeleuchtung.
Wer öfters mit einem Trockentauchanzug taucht, erkennt zudem den Vorteil, das Instrument nicht am Handgelenk zu tragen.

Alleskönner

Wir könnten es uns leicht machen und sagen, dass der PRO PLUS 2 alles beherrscht, außer Kaffee kochen, aber das wäre doch zu einfach.
In die Berechnungen werden 12 Gewebe einbezogen nach einem modifizierten Haldane – Algorhythmus.

Diese Funktionen sind dem Computer mitgegeben:

Nullzeit- und Dekorechner
Pressluft und Nitrox
Sauerstoff – Partialdruck 1,2 – 1,6 bar in 0,1 % - Schritten einstellbar
Sauerstoffanteil 21% bis 50% in 0,1 % – Schritten einstellbar
Digitaler Tiefenmesser
Logbuch (24 Tauchgänge)
Tauchgangplaner
PC – Datenübertragung
Batterie vom Anwender selbst zu wechseln
Hintergrundbeleuchtung
Bedienung über 2 Tasten

 Einsatzbereich

Tauchtiefe max. 99,9 Meter
Meereshöhe maximal 4267 Meter
Wassertemperatur –2° bis + 60°C
Lufttemperatur –8° bis + 60° C
Flaschendruck bis 352 bar

Anzeigen und Alarme beim Tauchgang (Alarme vom Anwender programmierbar, Hinweis optisch durch rote Leuchtdiode unterhalb des Displays sowie akustisch)

Tauchtiefe aktuell bzw. größte erreichte Tiefe
Tiefenalarm (einstellbar)
Sättigung (Gewebe/Stickstoff) – Balkendiagramm
Sättigung Sauerstoff – Balkendiagramm
Variable Aufstiegsgeschwindigkeit
Restluftzeit
Verbleibende Tauchzeit
Dekostufe
Sicherheitsdekostufe 3 Min. 3 Meter
Flaschendruck
Temperatur

Praxis

Zum Test lag der Redaktion ein Oceanic PRO PLUS 2 mit Kompass und Schnellkupplung vor, Tauchgänge im Kaltwasser und tropischen Meer, mit Pressluft und Nitrox wurden durchgeführt.
Die Verwendung des Computers mit der Schnellkupplung ist auf jeden Fall empfehlenswert, so kann das gute Stück nach den Tauchgängen einfach vom Atemreglersystem getrennt werden und steht wie ein klassischer Armbandcomputer für die Kontrolle der Logbuchdaten oder als Tauchgangplaner zur Verfügung. Unseren Feststellungen nach wird der Rechner am Inflator angeschlossen, bevor Druck auf die Schläuche einwirkt. Es könnte sonst möglicherweise die Kupplung nur unzureichend greifen und der Verlust des Computers daraus resultieren.
Wer mit normaler Pressluft abtaucht, muss am PRO PLUS 2 keine besonderen Daten eingeben, er arbeitet grundsätzlich in diesem Modus. Wer Nitrox nutzt, kann mit ein paar Tastendrucken die erforderlichen Voreinstellungen vornehmen. Allerdings verlangt der PRO PLUS 2 vor jedem Nitrox - Tauchgang erneut die Eingabe des Sauerstoffanteils und des maximalen Sauerstoffpartialdrucks. Das mag aus der Überlegung heraus so programmiert sein, dass man mit dem normalen Pressluftmodus rechnerisch auf der sicheren Seite ist – vorausgesetzt man überschreitet nicht fahrlässig die je nach dem verwendeten Nitrox – Gemisch zulässige Maximaltauchtiefe.
Für Wiederholungstauchgänge läuft im Hintergrund auf alle Fälle die Berechnung weiter, die die Stickstoff- und gegebenenfalls auch die Sauerstoffsättigung berücksichtigt.
Die Aktivierung des Computers erfolgt entweder automatisch durch Wasserkontakt oder manuell. Um die selbständige Anpassung an höher gelegene Gewässer (ab 620 m) zu ermöglichen, muss der PRO PLUS 2 manuell eingeschaltet werden.
Eine Fülle von optischen und akustischen Signalfunktionen können nach den Wünschen des Anwenders in einem meist breiten Spektrum individuell ein- oder abgestellt werden.
Die im Display während des Tauchgangs angezeigten Daten können in verschiedenen Ebenen abgerufen werden, je nachdem, wie viele Informationen man persönlich haben möchte. Hierbei kann man zwischen den Daten wählen, die für die aktuelle Information am wichtigsten sind bis hin zu allen interessanten Tauchgangsinfos.
Die im LC-Display sichtbaren Daten sind eindeutig und klar ablesbar, zusätzlich begleiten farbige Diagramme grün, gelb und rot die Daten von Stickstoff- und Sauerstoffsättigung, Restnullzeit und Aufstiegsgeschwindigkeit. Diese Art des Display – Layouts ist für Oceanic patentiert.
Bei Nullzeittauchgängen wird vor dem Auftauchen ein Sicherheitsdekostop von 3 Minuten in 3 Metern immer verbindlich vorgegeben. 
Ein Sensor unterhalb des Displays reagiert auf die Umgebungshelligkeit und gibt ab einer bestimmten Restlichtmenge die auf Tastendruck zu aktivierende Displaybeleuchtung frei.
Der am PRO PLUS 2 angesetzte Kompass kann ebenfalls gut abgelesen werden, der Einsatz bei Nacht wird durch die fluoreszierende Anzeigen unterstützt. Der Kompass kann in einem weiten Spielraum verkantet werden, ohne dass die schwimmend gelagerte Windrose blockiert wird.
Nach dem Tauchgang bleibt das Display so lange aktiv, bis die Restsättigung auf Null zurückgegangen ist.
Beim Auslesen des Logbuchs findet man, gespeichert für maximal 24 Tauchgänge, alle notwendigen Infos – bis hin zur Aufstiegsgeschwindigkeit!
Über ein optional erhältliches Interface können die Logbuchdaten auf einen PC übertragen und dort in einem umfangreichen elektronischem Logbuch verwaltet werden.
Last but not least, nach etwa 50 Tauchgängen ist ein Batteriewechsel fällig, der vom Anwender selbst durchgeführt werden kann. Entweder kauft man sich die 3V – Zelle im normalen Handel oder man ordert das Set von Oceanic, das einen Ersatz – O-Ring für den Batteriefachdeckel und Silikonfett enthält (ca. € 8,-)

Fazit 

Mit dem Oceanic PRO PLUS 2 hat man einen modernen und robusten Tauchgangrechner zur Verfügung, der alle im Tauchsport möglichen Anwendungen unterstützt. Das Handling ist angenehm einfach, die Ablesbarkeit aufgrund des großen Displays sehr gut. Positiv ist die Möglichkeit den Batteriewechsel selbst vorzunehmen. Wir empfehlen die Version mit Schnellanschluss (Quick Disconnect) und Kompass.

Oceanic Pro Plus 2 ca.: € 529,- (Alle Preise Stand 4.03)
Oceanic Pro Plus 2 inkl. Kompass und Schnellkupplung ca.: € 625,-
PC – Interface ca.: € 129,-

Info: www.oceanic.de