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Arthur Hörner: Deutscher Rekord im Streckentauchen (See) mit angehaltenem Atem (18.7.99)

Am 18. Juli 1999 trafen sich die Apnoe - Anhänger am Steinberger See bei Schwandorf in der Oberpfalz, nahe zum Wohnsitz von Benjamin Franz, der als AIDA - Schiedsrichter vor Ort eingesetzt war um Arthur Hörner bei seinem Rekordversuch zu beobachten. Mit dabei als Taucherärztin Frau Dr. Dr. Daniela Heuschmann vom Institut für Überdruckmedizin in Regensburg und als weiterer Schiedsrichter Sven-Oliver Vogel, Vizepräsident von AIDA Deutschland e.V.

Gegen 14:55 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein und Außentemperaturen um 30° C, ein ungewöhnlich schöner Tag für den Sommer `99, begannen die aktiven Vorbereitungen von Arthur Hörner die angestrebte Weite von 90 Metern zu erreichen. Nachdem an den Trainingstagen eher kühles Wetter geherrscht hatte, bereitete die plötzliche Wärme Probleme, das schwarze Neoprene saugt die Hitze förmlich auf. In zwei Metern Tiefe ist ein Orientierungsseil gespannt, das ab 85 Metern mit Weitenmarken versehen ist, wovon eine Hörner mit nach oben bringen muss.

Noch steht der Rekord von Jens Hilbert mit 70 Metern, den dieser im Attersee markiert hatte. Und auch der erste Rekord von Arthur Hörner, aufgestellt in einem Schwimmbad mit 50 Meter Becken, in dem er 113 Meter erreichte ist noch ungebrochen und von der AIDA anerkannt.

Leichte Kreislauf-Probleme irritieren Arthur Hörner bei seiner Vorbereitung. Lampenfieber oder die unerwartete Außentemperatur, beides können die Gründe hierfür sein. Nach 9 Minuten Konzentration und mentaler Einstimmung taucht er ab und bleibt 1:55 Minuten unter Wasser. Er taucht mit der 90 Meter Plakette auf, hält sie strahlend hoch, nimmt die Maske ab und sagt deutlich seinen Namen, aufmerksam von der Ärztin beobachtet. Erst als keine Ausfallerscheinungen festgestellt werden und die Schiedsrichter auch keine Einwende anmelden, kennt der Jubel keine Grenzen. Der zweite Deutsche Rekord im Streckentauchen für Arthur Hörner ist damit bestätigt.