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Makro, Farbe und Struktur, das ist die Stärke des jungen UW-Fotografen David Hettich aus Schönwald im Schwarzwald, dessen Bilder eine enge Beziehung zu Grafiken und Gemälden aufweisen. Kaum zu glauben, alle wurden mit einer Motomarin 2EX aufgenommen. In zwei Jahren macht er, heute 18 Jahre jung, sein Abitur. Meeresbiologie könnte dann als Studienfach gewählt werden, mal sehen, wie er meint...
 
Als einer der wenigen UW-Fotografen setzt David Hettich auch SW - Filme ein, er schätzt den Kontrast, das grafische Element. Und richtig, nach Durchsicht der vielen Bildbeispiele, die er der Redaktion übergab, haben sich im SW - Bereich die rein grafisch aufgefassten Motive in der positiven Beurteilung auch durchgesetzt. Zwei Beispiele hierfür zeigen wir auf dieser Seite. Andererseits ist beim Einsatz von Farbfilmen eine gemäldeartige Wirkung seiner Nah - Makroaufnahmen nicht zu übersehen. Nicht verwirrend bunt sondern im Farbton des Hauptmotivs gehalten, beeindrucken die von uns in Rahmen gesetzten Kompositionen und die vor dunklem Hintergrund bei der Aufnahme freigestellten Fischportraits. Natürlich ist beim Arbeiten mit einer einfachen Sucherkamera wie der Motomarine was Bildausschnitt, Lichtführung (Blitz) und Bildgestaltung betrifft technisch bedingt vieles eher dem Zufall überlassen, doch David Hettich hat ein “gutes Händchen” und holte aus dem gelben Kästchen weit mehr heraus, als die Vielzahl anderer Fotojünger mit einem weit teureren Equipment. Und obwohl der Nah - und Makrobereich nicht die eigentliche Domäne der Motomarin ist, diese Motive sprachen uns mehr an, als die mit Weitwinkel produzierten Bilder. Aber vielleicht ändert sich das mit dem neuen System, das David Hettich nun einsetzt, eine EOS 500 N im UK-Gehäiuse mit 2 Subtronic - Blitzen der ersten Generation.

David Hettich erzählt selbst:

Seit zwei Monaten bin ich 18 und noch zwei Jahre geh ich aufs Gymnasium, um dann Abitur zu machen. Die nächste Zeit werde ich noch in Schönwald im tiefen Schwarzwald leben, um dann nach der Schule die Welt zu entdecken. Derzeit träume ich noch davon, ein halbes oder ganzes Jahr auf einem Safari-Boot auf den Galapagos Inseln oder Thailand o.ä. zu verbringen...aber schau wir mal. Zur Zeit ist mein erster Studienwunsch immer noch Meeresbiologie, aber auch da brauche ich mich heute noch nicht festlegen... Jetzt werde ich erstmal noch kräftig weiterfotografieren, um auch bei größeren Fotowettbewerben plaziert zu werden und die nötige Erfahrung hinter der Kamera in allen Situationen und Positionen zu sammeln...

Zum Tauchen kam ich 1994 (da war ich 13) auf Zypern mit einem ersten Schnupperkurs. Die Unterwasserwelt hat mich aber schon früh (mit 5 ungefähr habe ich angefangen zu schnorcheln) fasziniert und so machte ich 1995 bei einem Schweizer Tauchlehrer den ersten Tauchschein. Auf Malta habe ich dann 1996 sehr viel fürs Tauchen gelernt und 1997 tauchte ich dann das erste mal im Roten Meer. Dort machte ich dann auch die ersten UW-Versuche mit einer Kamera - anfangs aber eher mißglückte Versuche, da meine Ritsch-Ratsch-Kamera, in einem Leichtgehäuse verpackt, kaum Spielräume bot.

So konnte das nicht weitergehen, also lieh ich mir in Deutschland eine Motormarine 2Ex und nahm sie das nächste Mal mit nach Ägypten. Ich hatte dort das Glück, von einigen UW-Fotografen, die auch mittauchten einiges abzuschauen und zu lernen. Als ich die ersten Dias in Händen hielt, war klar, dass solch eine Kamera angeschafft werden musste und so kam es dann auch. Zwei Makroobjektive kamen dann 1998 nach und nach dazu, sowie ein 20mm-Weitwinkel. Im Sommer 98 hatte ich Zeit (arbeitete sechs Wochen lang als "Tauchguide" in Griechenland), das Mittelmeer bei Nacht zu dokumentieren. Mit einem Foto eines Einsiedlerkrebses belegte ich dann Ende 1998 bei meinem ersten UW-Fotowettbewerb gleich den vierten Platz.

Im Januar 99 hatte ich dann das Glück, mit ein paar Topleuten der deutschen UW-Fotografie nach Thailand auf "Walhai-Expedition" zu gehen. Zwar haben wir keinen einzigen der sanften Riesen gesehen, aber trotzdem war es unvergesslich. Nach Thailand war dann klar, dass ich mit der Motormarine 2EX an die Grenzen gestossen bin und es bot sich die Gelegenheit, von einem guten Tauchfreund, ein UK-Germany Gehäuse für meine erste Spiegelreflex, eine Canon EOS 500N, zu kaufen. Inzwischen bin ich mit einem 100er Makro, meinem Lieblingsobjektiv, einem 17er Weitwinkel und einem 28-80 Zoom ausgerüstet. Dazu setze ich zwei alte Subtronic-Blitze der ersten Generation ein, die mir ganz gute Dienste leisten...
Für die nächste Zeit werde ich mit dieser Ausrüstung bestimmt glücklich sein. Aber absoluter Traum wäre natürlich - mit dem nötigen Kleingeld - eine Nikon F90X oder ähnliches, in einem Subal oder Sealux - Gehäuse. Dazu dann möglichst ein Subtronic-Mega und die nötigen Spielereien wie Point-Shooting-Griff und Farbscheibenwechsler. Aber bin ich mit dem was ich besitze, mehr als zufrieden und in nächster Zeit wird sich das auch nicht ändern.

Als liebstes Tauchziel schwebt mir derzeit eine Tauchsafari zu den Galapagosinseln vor, aber auch das muss noch ein bisschen warten. Statt dessen werde ich demnächst die Gebirgsseen in Österreich besuchen, wobei ich mir vor allem vom Fernstein- und Samaranger See fotografisch viel verspreche. Bisher sind meine liebsten und besten Motive auf jeden Fall die Makromotive, die man mit der Motormarine fast optimal umsetzen kann. Farbe und Kontrast stehen bei mir im Vordergrund: Für die nötige Farbe benutze ich einen Fuji-Velvia 50 ASA Dia-Film und Kontrast kann man am besten mit Schwarzweiss - Filmen herausarbeiten, die ich dann selbst entwickle und durch die Entwicklung noch mal ein bisschen *Pepp* herausholen kann.

Web: http://www.knipsi.de/