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Tauchcomputer Savant

UWW 99

 Nitrox wird salonfähig. Immer mehr Anbieter von Tauchcomputern reagieren darauf und bieten umschaltbare Modelle, die normale Pressluft oder Nitroxgemische bis 50% Sauerstoffanteil als Grundlage ihres Rechenmodus berücksichtigen. Der SAVANT aus dem Angebot der Firma Seemann sub ist ein Tauchcomputer der neuesten Generation, der Pessluft- und Nitroxtauchgänge gleichermaßen gut bearbeitet.
 
Muss es denn ein Vielzwecktalent sein, so könnte man sich fragen, denkt man an den Anschaffungspreis eines Tauchcomouters. Naturlich sind “Alleskönner” etwas teurer, dafür wachsen sie aber mit den Ansprüchen des Tauchers mit. Immer häufiger trifft man auf Basen das Angebot für Nitroxtauchgänge. Dieses nimmt man wesentlich spontaner an - nach einer ausführlichen Einweisung und Kontrolle des neu hinzugekommenen Fragenkomplex die Sauerstoffsättigung betreffend - hat man schon den entsprechenden und vertrauten Rechner in der Ausrüstung.

Der Savant beherrscht alle Spielarten der Tauch- gangberechnungen, denen er die simulierten Sättigungswerte von 12 Geweben zugrunde legt mit Halbwertzeiten von 5 bis 480 Minuten. Das jeweils höchste Resultat einer Gewebesättigung wird der aktuellen Anzeige für Restnullzeiten oder Dekompression zugeordnet. Die größte zu berechnende Tauchtiefe liegt bei 99,5 Metern, der tiefste Dekostop bei 18 Metern. Hat man diese Werte überschritten, zieht sich der SAVANT aus dem “Anzeigegeschäft” zurück. Das hat aber für den täglichen Gebrauch keinerlei Bedeutung, werden so extreme Tauchgänge nur im Techbereich und mit anderen Hilfsmitteln durchgeführt.

Zwei Dinge fallen beim SAVANT schon bei erster Betrachtung auf, die zwei großen grünen Taster für die Aktivierung und Navigation durch die Anzeigen sowie das in zwei Anzeigenfelder unterteilte große Display.

Hier finden sich eine Reihe von Informationen, die vom Tauchgangtyp und der Situation abhängig sind. Neben der Temperatur werden Dekostops (Tiefe und Dauer),
 
 
 größte erreichte Tiefe oder auch Sauerstoffsättigung angezeigt. Im Oberflächenmodus finden sich hier Datum und Uhrzeit. Im Bereich der Tauchgangplanung, insbesondere bei der Berechnung der größten Tauchtiefe mittels Vorgabe eines Sauerstoff- anteilswert, werden in diesem Display Informationen sichtbar.

Als Patent hat sich der Hersteller die optische Umsetzung der Aufstiegsgeschwindigkeit, bis zu 5 LCD-Segmente mittig am oberen Displayrand, schützen lassen. Durch grüne, gelbe und rote Farbfelder im Rahmen des oberen Displays werden insgesamt die grafischen Anzeigen deutlich unterstützt. Taucht man im Modus normaler Atemluft, so zeigt eine am linken Rand sich aufbauende Segmentkette die Annäherung an den Ablauf der Nullzeit, eine am rechten Rand sich aufbauende Kette macht dagegen bei Nitrox - Tauchgängen den Grad der Sauerstoffsättigung sichtbar. Diese optisch schnell erfaßbare Information ist sehr gut gelungen. So kann man über die Gestaltung der Anzeigen in der Summe sagen, dass Übersichtklichkeit und deutliche Informationen geboten sind. Zusätzlich unterstützen zahlreiche akustische Signale um z.B. an das Überschreiten der Nullzeit bzw Annäherung an Dekostufen oder Sauerstoffsättigung zu erinnern. Frei wählbare Tiefenalarme können ab 9 Meter gesetzt werden.

Die Logbuchfunktion speichert für maximal 9 Tauchgänge eine Vielzahl von Daten, die per Interface an einen PC überspielt werden können. Auch hier ist frei wählbar, in welchen Intervallen die Aufzeichnung erfolgen soll, je gröber das Raster umso mehr Tauchgänge können im Speicher abgelegt werden.

Im Einsatz schließlich muss man sich damit vertraut machen, dass sich der SAVANT nicht automatisch bei Wasserkontakt aktiviert, hier muss die grosse Taste am Rechner gedrückt werden. Erst dann kalibriert er sich auf die entsprechende Höhenlage des Tauchgewässers, oberhalb 610 Meter wird dazu auch auf das spezifische Gewicht von Süßwasser umgestellt.

Sehr angenehm, auch wenn man es erst in Grotten oder beim Nachttauchgang bemerkt, das Display hat eine Beleuchtung, die nach Druck auf die Auswahltaste für 5 Sekunden die Anzeigen sichtbar macht. Wichtig ist zudem, dass der Batteriewechsel selbst durchgeführt werden kann. Für gut 100 Tauchgänge oder ein Jahr soll der Energievorrat halten, den eine kleine 3,6V 1/2AA Lithiumzelle liefert. Da das nicht unbedingt eine gängige Größe ist, sollte man eine Ersatzbatterie immer mit sich führen, dazu einen kleinen Kreuzschlitz - Schraubendreher, mit dem man die 4 Schrauben des Batteriefachs im Computerboden lösen kann. Zuletzt noch der Blick auf das kräftige Armband aus Gummi, dieses ist ausreichend lang, den SAVANTauch über dickeren Anzügen zu fixieren.

Fazit

Der SAVANT ist ein moderner Tauchcomputer, der normale Atemluft wie Nitroxgemische bis 50% rechnerisch erfaßt. Durch eine Vielzahl von Betriebsmodi, auf die er sich zumeist automatisch einstellt (Höhenlage, Nullzeit oder Deko, Sauerstoffsättigung), bietet er stets optimierte und gut ablesbare Anzeigen, die für die jeweilige Situation während eines Tauchgangs wichtig sind. Angenehm ist die Beleuchtung des Displays, positiv die Möglichkeit den Batteriewechsel selbst durchführen zu können. Auch wer noch nicht mit Nitrox taucht, sollte sich den SAVANT näher ansehen, eröffnet er doch Möglichkeiten, die man heute vielleicht noch nicht ins Auge gefaßt hat.

Preis: ca € 382,95 Stand 6/99
Info: Seemann sub