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auch mit feuchten Fingern berührt werden, ist der SONIC SEEKER einsatzbereit.
Damit die Orientierung mit dem SONIC SEEKER funktioniert, muss zunächst auf die geeignete Plazierung unter Wasser geachtet werden. Durch die mögliche Reflexion der Ultraschallsignale und deren Verfälschung vom Grund, der Trennungsline zwischen Wasser und Luft (Wasseroberfläche) oder Felswänden in unmittelbarer Nähe, sollte der Sender wenigstens 3 Meter unter der Wasseroberfläche und 3 Meter vom Grund, bei Landtauchgängen dazu 20 Meter vom Ufer entfernt eingerichtet werden.
Diese Vorgaben berücksichtigend haben wir den SONIC SEEKER im See in Position gebracht, was mit Hilfe der mitgelieferten Verankerungshilfen (Bleigewicht/Karabiner) nur eine Sache von Sekunden ist. Ein kleines weißes Fähnchen am Verankerungspunkt informiert - leider nur in englischer Sprache - dass dieser Sender nicht von Unbefugten entfernt werden darf.
Die Tauchgangführung haben wir bewußt an eine Taucherin deligiert, die den See nicht kennt und die mit Hilfe des Orientierungssystem nach einem ausgedehnten Unterwasser-Ausflug zum Ausgangspunkt zurückfinden soll. Die anfänglich 4 Leuchtdioden, die einen Abstand von unter 40 Metern zum Sender anzeigen, reduzieren sich langsam bis auf eine, was einer Entfernung von mindestens 200 Metern entspricht. Zwischendurch sind wir sogar über 300 Meter vom Einstieg entfernt, der Sender zeigt in diesem Fall keine leuchtenden Punkte mehr an.
Da auch schon die Bedienungsanleitung des SONIC SEEKER darauf verweist, dass trotzdem nicht auf einige Grundlagen der Unterwasser - Orientierung verzichtet werden darf, wird der Rückweg zunächst klassisch angepeilt. Zu Beginn war die Sonne im Rücken, nun richten wir uns entgegengesetzt aus. Mit ruhigen Bewegungen sucht die Taucherin den Raum vor sich mit dem Empfänger nach einem Signal ab und ortet tatsächlich einen Impuls, eine Leuchtdiode blinkt auf. Der Richtung des Signals folgend setzen wir den Weg fort, immer wieder auslotend, in welchem Winkel (zwischen 30° und 60°) ein schwächeres oder stärkers Signal festgestellt wird. Immer mehr Dioden leuchten auf, bis wieder alle roten Punkte die absolute Nähe zum Sender anzeigen. Um sich hier nicht in die Irre leiten zu lassen, hat man sich am besten die Tiefe, in der der Sender im Wasser schwimmt, gemerkt. Im ungünstigsten Fall würde man sonst unter dem Signalgeber hindurchtauchen und sich möglicherweise vom schon gefundenen Ausgangsort entfernen. Tatsächlich erkennen wir erst auf die relativ kurze Distanz von 3 Metern, mehr läßt die Sichtweite im See nicht zu, das rote Blinklicht des Senders. Angekommen und Erprobung bestanden ist das einhellige Echo.
Natürlich können Tauchgänge im Süsswasser unter Umständen einfacher für den SONIC SEEKER beherrschbar sein, als im Meer - so mag man glauben. Das stimmt aber nicht. Meist bewegt man sich bei Tauchgängen in Seen in relativer Ufernähe, sodass der Uferverlauf durchaus auch zum Hinderniss für den korrekten Signalempfang werden kann. Einige Meter weg vom Ufer, in Richtung Seemitte, kann das Hindernis, wie etwa eine Halbinsel oder eine tief eingeschnittene Bucht, verlassen werden und der Signalgeber zeigt wieder den direkten Weg zum Einstieg. Gewußt wie heißt hier die Devise. Mit den verschiedenen - einfachen - Grundregeln zum Umgang mit dem SONIC SEEKER muss man sich in jedem Fall vertraut machen.
Bei Unternehmungen im Meer sind nahe Riffwände dazu geeignet das Richtungssignal zu verfälschen, hier ist es die Frage nach einer klugen Positionierung des Senders, die zum Erfolg führt. Felsnasen oder deutliche Erhebungen, die das Signal rundum abstrahlen lassen, sind hier gefragt. An Ankerplätzen zeigt der SONIC SEEKER seine besonderen Stärken. Mit voll genutzter Leinenlänge des Senders, der neben dem Anker - nicht am Ankerseil selbst - befestigt wird, ist hier die Orientierung ein Kinderspiel. Liegt der Anker allerdings zu tief, kann der Sender auch von Bord des Tauchbootes herabgelassen werden. Auch in der Strömung treibende Boote können so markiert werden, aber auch hier gilt bei Anzeige des stärksten Signals: Blick nach oben, damit nicht über das Ziel hinausgeschossen wird...
Wartung und Pflege des SONIC SEEKER sind denkbar einfach. Nach jedem Einsatz mit Süsswasser abspülen, im Schatten trocknen, das ist alles. Ohne Werkzeuge können die 4 Mignon-Zellen im Sender gewechselt werden, dazu schraubt man lediglich die Kappe ab. Doch Vorsicht ist angeraten, nur dünne Drähte verbinden die Platine mit dem Batterieeinsatz. Beim Zusammenbau ist natürlich auf die Sauberkeit der O-Ringe zu achten. Zum Batteriewechsel im Empfänger müssen 4 Kreuzschlitz-Schrauben gelöst werden um im halbtransparenten Kunststoff-Gehäuse die zwei Mignonzellen auszutauschen.
Fazit
Besonders unter schlechten Sichtverhältnissen, bei Dunkelheit und in unbekannten Tauchgebieten unterstützt der SONIC SEEKER entscheidend die Tauchsicherheit. Hat man sich mit dem Umgang vertraut gemacht und beachtet zusätzlich die einfachen Grundregeln der Orientierung unter Wasser, ist dieses Orientierungssystem eine echte Bereicherung jeder Tauchausrüstung.
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