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Nach der Veröffentlichung unseres großen Beitrags über den Welttourismus, der entscheidend durch das Hauptzollamt Frankfurt-Flughafen unterstützt wurde, veröffentlichten wir hier zur Abrundung des Themas die erschreckende Jahresbilanz für 1999. Diese zeigt auf, dass der Schmuggel von geschützten lebenden Tieren, wie auch deren Verarbeitungsprodukte nach wie vor im negativen Trend liegt. Die neueste Pressemeldung macht ebensowenig Mut!
Pressemitteilung 18/2000
Hauptzollamt Frankfurt-Flughafen
30. Juni 2000
"Artenschutz ist Menschenschutz"
25 Jahre Ratifizierung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens
Durch zunehmende Zerstörung der Lebensräume gewinnt der Artenschutz in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Sowohl im Tier- als auch im Pflanzenbereich werden ständig Arten ausgerottet und sind somit für spätere Generationen unwiederbringlich verloren. Das Gleichgewicht der Natur wird dadurch empfindlich gestört, was für Mensch und Umwelt fatale Folgen hat. Auch der Handel mit artengeschützten Tieren und Pflanzen trägt zur Ausrottung vieler Arten bei.
Dem entgegenwirken soll das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, das in diesem Jahr sein 25jähriges bestehen hat. Trotzdem ist dies kein Grund zum Feiern, denn die Liste der Tiere und Pflanzen, die in die Anhänge des Übereinkommens aufgenommen werden, wird immer länger. Zur Zeit werden in den Anhängen ca. 8000 Tier- und ca. 40.000 Pflanzenarten erfasst, die entweder unmittelbar vom Aussterben bedroht oder im Bestand stark gefährdet sind. Dabei werden nicht nur die Tier- und Pflanzen selbst, sondern auch alle daraus hergestellten Erzeugnisse, wie z. B. Schuhe aus Schlangenleder, Elfenbeinschnitzereien oder Federschmuck aus Papageienfedern in den Anhängen erfasst.
Im Jahr 1978 ist die Bundesrepublik Deutschland - als erster Staat der EU - dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen beigetreten. Seit dieser Zeit ist die Bekämpfung des Artenschmuggels und der Artenschutzkriminalität auch Sache der Naturschutzbehörden und des Zolls. Im Rahmen der Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs (Einhaltung der Verbote und Beschränkungen - VuB) ist sie mittlerweile zu einer der wichtigsten Tätigkeiten der Zollverwaltung geworden.
Trotz intensiver Aufklärungsarbeit durch Behörden, Naturschutzverbände und Medien ist die Nachfrage nach geschützten Tieren und Pflanzen sowie Produkten daraus ungebrochen groß. Noch immer gehören Beschlagnahmen dieser makabren Souvenirs, aber auch von lebenden Tieren und Pflanzen zum Alltag der Zollbehörde. Allein am Flughafen Frankfurt wurden im Jahr 1999 bei stichprobeweisen Kontrollen 1253 Aufgriffe getätigt und dabei 21.346 Einzelexemplare beschlagnahmt.
Die Aufgriffszahlen der ersten Monate dieses Jahres lassen auch für 2000 eine weitere Steigerung befürchten.
Rechtzeitig zu Beginn der Ferienzeit veranstalten die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA), das Hauptzollamt Frankfurt am Main - Flughafen (HZA), das Regierungspräsidium Darmstadt (RP) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) gemeinsam eine Ausstellung am Frankfurter Flughafen, Terminal 2.
Ausgestellt sind dabei zahlreiche, von beiden Behörden sichergestellte Erzeugnisse geschützter Tier- und Pflanzen, sowie kuriose aber auch makabre Urlaubsmitbringsel, wie zigarettenrauchende Krokodile, Hocker aus Elefantenfüßen, in Alkohol eingelegte Schlangen, präparierte Affenschädel und Schildkröten und vieles mehr. Besucher der Ausstellung sollen dadurch für die Belange des Artenschutzes sensibilisiert werden.
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